australia 2002 2003 by nat & roaustralien und hongkong 2002/2003
bericht 2

australien

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| 2 | südaustralien
adelaide.

samstag, 27.11.2002, fliegen wir nach adelaide. mit anderen worten: kaum hatten wir uns an die erste zeitzone gewöhnt, kam schon die nächste, denn südaustralien ist westaustralien 2,5 stunden voraus.

von rolfs kusine rachael, die uns mit ihrem mann ken am flughafen abholt, erfahren wir, wie unser aufenthalt hier geplant ist (zu unserem erstaunen!).

unsere drei «hotels» in dieser region: zuerst rosie and john’s inn, dann piquet and andrew’s hostel, schliesslich rachael and ken’s shack. bei john und rosie (tante), vor ein paar monaten umgezogen, haben wir sogar unser eigenes badezimmer.

sonntag: mit rosie und john fahren wir zum touristischen highlight adelaides (was gibts da sonst noch?): mount lofty hill.

im cleland wildlife park kann man den tieren australiens auf halbfreier wildbahn begegnen – ein zoo mit etwas mehr platz als in europa. da sind auch ein paar streicheleinheiten für einen koala (kein bär!) drin.

koala

foto mit hohem jööö-faktor: zwei ausländer und ein einheimischer.

rent a bug.

heisst soviel wie «miet dir deine eigene karre». und angesichts der grossen distanzen und selten fahrenden busse beschliessen wir, uns fortan auf vier gemieteten rädern zu bewegen: ein city-mazda, klein aber bequem.

es ist nicht etwa der linksverkehr, der uns fordert, nein, die grösste herausforderung ist, dass dort, wo bei uns der blinker angebracht ist, hier der scheibenwischer betätigt wird. so putzen wir bei furztrockenem wetter ab und zu die scheiben ohne wasser (nach einigen tagen wissen wir dann, wie man dies mit tun kann...).

harndorf

1839 liessen sich 28 km östlich vom heutigen adelaide eine horde von deutschen aus schlesien nieder. dieses «settlement» ist zwar inzwischen zu einem touristendorf mutiert, trotzdem immer noch sehenswert. dieses kaff heisst übrigens richtig hahndorf (nach dem ersten siedler, kapitän hahn), unser strassenatlas hat mit der deutschen sprache aber etwas probleme, so dass ein herrliches «harndorf» daraus wird.

knicker knacker

aufschrift für knickerbeknackte in hahndorf...

wetter

wer meint, wir hätten hier tropische klimaverhältnisse, irrt, und zwar heftig. seit unserer ankunft in adelaide ist es windig kühl. badehosen und träger-t-shirt dümpeln im koffer vor sich hin. am donnerstag dieser woche haben wir den kältesten sommertag seit sieben jahren.

worrawang earth sanctuary

wo vor 30 jahren noch eine viehweide war, ist heute ein naturpark zu sehen. ein bekannter von rolfs erster australienreise, mark (jetzt verheiratet und zwei kinder), ist heute dort angestellt. mit uns macht er eine private führung durchs nachtleben der australischen tiere: diverse arten von kängurus (vor allem kleine, kaum höher als 30 cm) lassen sich im schein der taschenlampe beobachten.

isabel und nat

nat mit tochter isabel (um einer frageflut vorzugreifen: nicht unsere tochter, sondern marks).

willunga & carrickalinga.

diese orte gibt es wirklich. beide sind auf der sogenannten fleurieu peninsula (sprich: fluuriou) südlich von adelaide. in port willunga, ca. 40 minuten südlich von adelaide, haben andrew (rachaels bruder und somit rolfs cousin) und piquet (dessen frau, eigentlich penelope-kate, aber das ist natürlich für die aussies viel zu lang... man nehme die anfangsbuchstaben) ein kleines haus am strand gemietet und wohnen jetzt dort. bei ihnen verbringen wir zwei schöne tage.

in carrickalinga, nochmals ein paar kilometer südlich, haben rachael und ken ein wochenendhaus («beach shack») und wie der name schon sagt bleiben wir hier das wochenende. die gegend ist wunderschön und besteht v.a. aus rebstöcken, aus denen der berühmte australische wein gemacht wird. wir unternehmen windige spaziergänge am strand, fahren durch die gegend, testen wein, lassen uns die sonne – soweit vorhanden – auf den pelz scheinen (jaja, wir haben uns vorher eingecremt) und es uns allgemein gut gehen...

familienfoto

cousins, cousins and cousins @ the shack in carrickalinga.

wie modern ist australien?

gute frage. es gibt noch total viel bäder und wcs, wo in den waschbecken zwei getrennte wasserhähne für warm und kalt eingebaut sind. so richtig schön britisch unpraktisch. überall teppiche zu haben – sogar spannteppiche in bad und wc – ist auch völlig okay... teilweise stellt es mir echt die haare zu berge, wenn ich die deutsch-schweizerischen hygienestandards anwende....

andererseits gibt es hier restaurants aller nationalitäten wie sand am meer, sogar gute UND günstige. die leute generell sind recht flexibel und unkompliziert, was an sich sehr modern ist.

die läden schliessen – bis auf ein, zwei abende in der woche – um 17.30. no comment. bis auf die alkläden übrigens. die gibt es sogar als «drive-in». saumodern, würde ich sagen!

vorschau.

dienstag, 10. dezember, fliegen wir nach tasmanien, der letzten landmasse vor der antarktis, noch weiter weg als australien. unsere abenteuer hier gibt es im nächsten bericht zu lesen :o)).


im flugzeug

spezielle flugzeugperspektive (adelaide–hobart):
mitfliegende sichtlich amüsiert...


känguruh-hopser-film
(achtung: 1 megabyte gross; diejenigen, die lange runterladezeiten haben, werden enttäuscht sein!)


upload: 2002 12 11 – bericht: nat
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