australia 2002 2003 by nat & roaustralien und hongkong 2002/2003
bericht 3

australien

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| 3 | tasmanien
das andere australien.

«wenn ihr mehr als 10 minuten fahrt, seid ihr zweimal um die insel», «it’s always freezing cold there...», «die sind alle ingezüchtet, daher haben sie so tief sitzende ohren...» und ähnliches hatte man uns in südaustralien über die insel im süden erzählt – balderdash! (en völlige chabis)

tasmanien ist grossartig. mit über 60'000 quadratkilometern etwas grösser als die schweiz, aber nicht mal eine halbe million einwohner. da ist noch viel platz vorhanden. von einer ortschaft in die andere fährt man unter umständen eine stunde (ist aber auch in mainland australia nicht anders).

boden

irgend so ein flechtenpilz am boden.

die insel hat eine (abwechslungs)reiche und differenzierte fauna. teilweise erinnert die landschaft an das tessin oder an schottland, je nachdem, wo man gerade ist. landschaftlich wirklich ganz anders, und alle 100 km wieder.

sechs tage sind echt wenig, wir mieten uns wieder einen japaner (andere autos sind eher selten oder dann sehr teuer in australien) und kurven die insel im uhrzeigersinn ab. gewisse traveller und tramper sind allein in tasmanien drei und mehr monate unterwegs. mit unserer knappen woche fühlen wir uns natürlich schon etwas wie die asiaten, die europa in einer woche abchecken.

opiummohn

poppy (mohn) für die opiumherstellung (für die medizinische industrie, notabene).

kultur und wirtschaft.

die historie von der kleinen insel am unteren ende ist eher traurig: die weissen haben es geschafft, sämtliche eingeborenen auszurotten. es gibt heute nur noch wenige (gemischte) nachkommen von den hiesigen aboriginals. auch sind hier fast keine namen von orten ureinwohnerischer herkunft. dafür findet man ortschaften wie grindelwald und interlaken.

heute gehts nicht mehr den menschen, sondern den reichen wäldern an der kragen. abholzen ist angesagt – primär für die papierindustrie. zum glück steht heute ein grosser teil der «herzinsel» (mit viel phantasie sieht die insel so aus) unter naturschutz und darf nicht gerodet werden. wenn wir dem «eco centre» in scotsdale glauben dürfen, ist aber alles kein problem und das aufforsten unter natürlichen bedingungen voll unter kontrolle

hobart.

in hobart, der hauptstadt, haben wir angefangen. da sind wir zu gast bei einem uns beiden bekannten schweizer-australier, bernd, der da mit seiner freundin lebt. hobart ist ein glattes städtchen, ziemlich viele häuser aus dem 19. jahrhundert stehen noch, alles schön an den hang gebaut, steile strassen.

steile strassen in hobart

steile strassen in tasmaniens hauptstadt.

silowohnungen

meisterhaft umfunktioniert:
früher silos in hobarts hafen, heute trendiger wohnraum.

cradle mountain.

die cradle-berge sind das must-see in tasmanien, das wird einem überall erzählt. also fuhren wir da hin. was uns erwartete: eiskalter wind, regen und eine wolkendecke. aber das ist normal für die gegend, wie auch unser reiseführer marke lonely planet meint: 8 von 10 tagen regen, 9 von 10 tagen bewölkt und ähnliches.

kalt am dove lake

dove lake: begeisterte wanderin mit cradle mountain (im hintergrund rechts oben).

cradle mountain auf postkarte

«und das wäre ihr preis gewesen...»

der nordosten.

am besten hat uns die gegend im nordosten gefallen. abwechslungsreiche landschaft, aber nicht zu viel regen. wir verbingen eine nacht bei bekannten von freunden, john und leslie mit tochter jasmine.

die familie ist vor zwei jahren von südaustralien hierher gezogen und konnte hier in der ortschaft lilydale günstig ein relativ grosses stück land erwerben, auf dem sie jetzt ihren eigenen organic food anpflazen. witzigerweise hat john zusammen mit mark (von bericht 2) studiert, wie es sich während des gemütlichen abends herausstellt. auch australien ist klein...

lilydale hat übrigens eine bäckerei, die «richtiges» brot (für unsere massstäbe, also wie zuhause) backen kann (wurde uns empfohlen): schwer und nicht schwammig.

wasserfall

bei den lilydale falls die manuell-funktion der digitalkamera ausprobiert....

müssen wir ins gefängnis?

port arthur wäre ein weiteres muss auf einer tasmanienreise. situiert auf einer halbinsel war dies der ort für strafgefangene im 19. jahrhundert. da gibts gefängnisse und ähnliches zu besichtigen. und vor ein paar jahren hat da ein amokschütze 35 leute abgeknallt. irgendwie können wir auf diese sehenswürdigkeit verzichten, bzw. werden wir zeitmässig sogar dazu gezwungen, es auszulassen. tasmanien hat echt zu viel anderes zu bieten...

upload: 2002 12 15 – bericht: ro
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