australia 2002 2003 by nat & roaustralien und hongkong 2002/2003
bericht 8

australien

phase 2002 12 29–2003 01 08 > home <
| 8 | airlie beach / cairns (queensland)
in den tropen...

an einem tag kurz mal 1000 kilometer gefahren (mit etwa 100 pro stunde). airlie beach ist unsere nächste station. hier drückt die hitze schon etwas feuchter... ein weiterer ort, der weit oben steht auf der beliebtheitsskala der australier und australienbesucher.

von hier aus ist das great barrier reef in etwa einer bootsstunde erreichbar. auch wir machen einen solchen trip mit. etwas schnorcheln in der schönen unterwasserwelt des weltbekannten und weltgrössten korallenriffs.

baumwurzeln

besuch im regenwald. eindrückliche wurzeln eines baumes.

barrier reef

schnorcheln (mit stinger suit = anzug gegen quallenstiche)
am great barrier reef.

weg mit den myhten!

australien = überall gefährliche spinnen, giftige schlangen, agressive krokodile und menschenfressende haie. so die märchen, die wohl auch noch in 50 jahren sensationsgeil rumerzählt werden.

es ist wahr, dass all diese tiere hier heimisch sind, ihr auftreten ist aber geografisch beschränkt.

vor nicht allzu langer zeit wurde zwar eine touristin von einem krokodil verschlungen. aber man badet auch nicht in einem gewässer, an dem tafeln mit der aufschrift «baden verboten» und ähnlichen hinweisen stehen und einen der reiseveranstalter auch noch mündlich darauf hinweist.

auch der hai ist per se kein schlechter typ, aber er bringt das image, das mit filmen wie «der weiße hai» kreiert worden ist, nicht mehr los. und in der tat gibt es nur ganz wenige meldungen von übergriffen (etwa eine attacke alle 10 jahre). das bestätigt auch der schweizer unterwasserfotograf kurt amlser (photosub.com (schöne website!) – dort auf «great white shark» klicken), und der sollte es wissen, schwamm er doch lange zeit mit den haien selber rum.

wirklich zu fürchten sind nur stingers (box jellyfish), eine quallenart, die vor allem im sommer im norden von queensland eine strandspasseinbusse darstellen. leider ist hier baden im meer nicht einfach so ohne weiteres überall zu empfehlen, sondern nur an orten mit netzen.

cathedral gum tree

cathedral gum tree:
ein etwa 500 jahre alter baum mit hunderten von wurzeln.

casual.

der durchschnittsaustralier ist erstaunlich casual angezogen. t-shirt, shorts, badeschlappen (thongs). das hat aber vor allem mit dem wetter zu tun. elegant gekleidete leute (ausgenommen geschäftsleute in den grossen städten) sehen wir zum ersten mal in port douglas wieder. das ist ein edler ort etwa 50 km nördlich von cairns, wo die oberen 10'000 urlaub machen. unser backpacker (so heissen die günstigen ho(s)tels mit dem jungen zielpublikum (rucksacktouristen)) ist eines der schönsten, das wir je gesehen. palmen, mangobäume und so...

«wir sprechen deutsch.»
(schild in einem schaufenster. «nur das nicht!» unsere gedankliche reaktion.)

cairns. 118'000 einwohner. unsere letzte destination in australien. ein souvenirshop am andern, und die japaner (und alle andern) kaufen, was das zeug hält. zu haben gibts alles australische wie didgeridoos (diese wüstenalphörner der ureinwohnern), kängurus und koalas (als kuscheltiere, im normalfall «designed in australia» – und dann aber doch «made in china»).

australian produce.

«australian owned», «100% australian owned company», «proud to be australian» und ähnliche sprüche zieren die heimischen produkte. es scheint ein verkaufsargument zu sein. das wort «proudly» (stolz) kommt auch nicht gerade selten vor. «pure australian quality guaranteed.»

eine kleine salzpackung hat folgendes drauf: oben: (zwei landesflaggen) «all australian company * proudly australian made * give australians a future * buy australian». auf der seite: «australian made and owned» (in landesumriss).

die meisten firmen werden eher von fleissigen «ausländern» (neuankömmlingen) geleitet. das scheint die freizeitorientierten aussies etwas zu stören. deshalb wird auf den produktepackungen so etwas wie nationalgefühl zelebriert.

und das immer in verbindung mit der form der insel. auch die logos von vielen firmen sind nicht gerade originell. man nehme die umrisse der kontinentalinsel, schrift dazu (immer grossbuchstaben) und fertig.

strine – das australische englisch.

das australische englisch ist ein schnell durch die nase genuscheltes idiom, abstammend vom cockney-englisch. die würze in der sprachsuppe sind die eigenen wörter, die es sonst nirgends gibt: chook (huhn), tucker (essen, frass), eski (kühlbox), g’day (guten tag), und ein paar hundert weitere. hier weitere sites zum thema: kurz und bündig oder ausführlich.

eine weitere eigenheit des australischen sprachgebrauchs (die sprechfaulheit und das tempo unterstützend): so viel wie möglich abkürzen. was mehr als zwei silben hat ist verdächtig. deshalb hat fast jeder aussie einen einsilbigen vornamen:

ken (kenneth), rach (rachael), drew (andrew), bob (robert), greg (gregory), bob (robert), gwen (gwendolin), tash (natasha), sam (samantha), em (emily), russ (russell) und so weiter und so fort. dieses abkürzungsverhalten haben wir parodiert – und deshalb steht da oben immer «nat & ro».

mit kreide gemalte menütafel

mit kreide gemalte menütafeln
sind noch immer hoch im kurs in australien.

werbetext.

die radiospots sind aufdringlich: ein riiiesengelaber, ab und zu unterbrochen von musik. aber die slogans sitzen häufig sehr gut. es laufen viele awareness-kampagnen und für infos von irgendwelchen charities (wohltätigen organisationen).

während in der schweiz gerade eine plakatserie mit einem lächerlich-zaghaften «besser kein alkohol am steuer» läuft, gibt’s in australien seit jahren ein klassiker: «if you drink and drive, you’re a bloody idiot!». das sagt doch was!

am strassenrand ist auch viel anderes zu lesen: «tired drivers die» (müde fahrer sterben). klar und simpel. oder: «rest – revive – survive».

aus und vorbei.

schon fertig, obwohl es noch viel zu berichten gäbe. die zeit verging im nu, und am 8. .januar 2003 ist abflug von cairns.

auto (ford falcon forte 4.0)

über 5400 kilometer in drei wochen mit diesem schlitten...

upload: 2003 01 07 – bericht: ro
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